Seniorenthema – Vereinsamung

 

Unsere statistische Lebenserwartung nimmt seit einigen Jahren ständig zu. Das Alter hat sowohl schöne als auch weniger schöne Seiten. Ältere Menschen die alleinstehend und zunehmend hilfebedürftiger werden laufen Gefahr in die Vereinsamung zu kommen. Teilweise können oder möchten Sie die eigene Wohnung nicht mehr verlassen, es fällt ihnen schwer aus unterschiedlichsten Gesichtspunkten.

Einsamkeit und soziale Isolation, Schmerzen und Krankheit, das alles sind Probleme, die viele alte Menschen und auch ihre Angehörigen belasten. Man steht Herausforderungen gegenüber, denen man sich häufig nicht gewappnet fühlt.

Hin und wieder einmal einen Tag alleine zu verbringen – das ist für viele Menschen wohltuend. Sie empfinden es als nicht belastend, sie genießen es. Ein unfreiwilliges Alleinsein hingegen macht einsam und ist auf Dauer krankmachend.

Ehrenamtlichen Helfer der Caritas, sogenannte Alltagsbegleiter besuchen regelmäßig alleinstehende und  hilfsbedürftige Menschen zu Hause und unterstützen sie z.B. durch Gespräche, Vorlesen, gemeinsame Spaziergänge oder bei Begleitung zu Veranstaltungen. Der Vereinsamung älterer Menschen wird durch dieses Angebot der Caritas Ebersberg entgegen gesteuert.

 

 

Woche zum Thema Demenz

hausmeister

Vom 6. bis zum 13. März 2017 findet im Landkreis Ebersberg die Woche zum Thema Demenz statt. Veranstalter sind das Kath. Kreisbildungswerk, der Landkreis, die Alzheimer Gesellschaft, das Netzwerk 55plus und das Caritas-Zentrum Ebersberg.

Mit 17 Veranstaltungen wird es eine informative und abwechslungsreiche Woche geben.

Den Beginn macht das Caritas-Zentrum Ebersberg schon ein paar Tage früher, am Aschermittwoch, mit der Ausstellung „Malen mit Demenz“. Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, haben unter der Anleitung einer Kunsttherapeutin schöne und berührende Bilder geschaffen.

Wenn der erkrankte Mensch sich nach und nach selber verliert, sich nicht mehr gut ausdrücken kann, denken und handeln nicht mehr so funktioniert wie in den gesunden Zeiten, dann können andere Formen der Mitteilung helfen. Malen kann neben der Musik ein gutes Ausdrucksmittel für den Erkrankten und Hilfe für den Betreuenden sein.

Durch Farben und Formen kann der Erkrankte an seine eigenen Gefühle herankommen, sich selber wieder spüren und mit seiner Umwelt kommunizieren. Es liegt dann an uns, den Gesunden, diese Mitteilungen zu erkennen und zu verstehen.

Die gemalten Bilder geben dem an Demenz erkrankten Menschen aber auch seine Wichtigkeit, seine Bedeutung zurück. Er kann etwas schaffen, er kann stolz sein auf sein Bild. Gerade in seiner Unsicherheit, in seinem „so vieles nicht mehr können“ kann er hier zeigen: „ich bin noch da, ich gehöre noch dazu und ich habe euch etwas zu sagen!“

Die eigentliche Auftaktveranstaltung am 6. März findet im Landratsamt Ebersberg statt mit dem Thema „Ein gelungenes Leben trotz Demenz – Herausforderungen und Chancen für unsere Gesellschaft“. Eine bemerkenswerte Frau, die sich selbst Demenz-Aktivistin nennt, wird aus ihrem Buch lesen und zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Ja, Demenz ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft in der alles gut funktionieren soll, in der es Verhaltensregeln gibt und in der wir verlernt oder nicht gelernt haben mit dem „Anders-Sein“ umzugehen.

Viele der Programmpunkte dieser Woche haben genau das zum Thema, den respektvollen und hilfreichen Umgang mit diesem „Anders-Sein“.

Das zu lernen kann gar nicht früh genug beginnen, darum gibt es auch eine Veranstaltung die sich an Jugendliche wendet. „Kennst Du Honig im Kopf“ ist ein Workshop in dem Jugendliche die Demenz und ihre Folgen für die Betroffenen und deren Umgebung erfahren.

Sie wohnen im Landkreis und haben Interesse an dieser Woche rund um das Thema Demenz? Das vollständige Programm finden Sie unter http://www.kbw.ebersberg.de

Wir bloggen jetzt!

collage

Liebe Leser,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir – das Caritas Zentrum Ebersberg – jetzt einen Blog haben!

Wozu machen wir das? Ganz einfach: Wir begegnen täglich verschiedensten Menschen und erleben dadurch so viele spannende Momente. All diese Eindrücke wollen wir mit Ihnen teilen. Keine Angst, wir werden keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten ausplaudern. Ganz klar, Datenschutz bleibt unsere höchste Priorität, denn wir wollen auch weiterhin, dass Sie unsere Angebote entspannt nutzen und uns vertrauen!

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