Die Entwicklung der kindlichen Sexualität

Liebevoll...In letzter Zeit habe ich zweimal einen Vortrag über die kindliche Entwicklung der Sexualität gehalten, deshalb möchte ich nun darüber schreiben.

Auch wenn es uns Erwachsenen manchmal verunsichert, die Entwicklung der Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil der Kindheit. Bereits im ersten Lebensjahr erkunden Säuglinge ihren eigenen Körper, dabei ist die Haut und der Mund am Wichtigsten. Im Alter von wenigen Monaten entdecken Babys ihre Geschlechtsorgane und berühren sich dabei selbst.

Kinder wünschen sich körperliche Nähe in Form von Zärtlichkeit und Geborgenheit. Sie lieben es zu kuscheln, zu kraulen und zu schmusen. Obwohl dies natürlich auch von Kind zu Kind unterschiedlich ist.

Im zweiten Lebensjahr genießen es manche Kinder nackt zu sein. Sie lieben es, sich ganz zu spüren.

Sie haben idealerweise Begriffe für die Geschlechtsorgane, entdecken die Unterschiede und erleben sich selbst als Junge oder Mädchen.

Im Alter zwischen 3-6 Jahren spielen Kinder Rollenspiele, in Form von Mutter-Vater Kind-Spiele oder auch Doktorspielen.

Ab dem vierten Lebensjahr wächst das Interesse von Kindern an den Unterschieden zwischen Frau und Mann, an Zeugung und Geburt. Sie stellen viele Fragen.

Sie imitieren das Verhalten von Erwachsenen, wie Händchen halten, küssen und heiraten.

Doktorspiele gehören zur normalen Entwicklung von Mädchen und Jungen. Kinder erkunden und berühren andere Kinder.

Mädchen und Jungs können dabei spielerisch ihre persönlichen Grenzen entdecken. Ob Kinder im Doktorspiel ihre Grenzen wahrnehmen oder setzen und ob sie die Grenzen der anderen achten können, hängt auch von der Erziehungshaltung der Erwachsenen ab.

Kinder brauchen diesbezüglich klare Regeln und Orientierung, wie in allen anderen Bereichen auch.

Weder zu starre Regeln noch zu große Lockerheit geben Kindern die nötige Orientierung.

Eltern und Pädagogen sind dabei sehr gefragt, ihre eigene Einstellung in diesem Bereich zu reflektieren und eine klare Haltung gegenüber den Kindern zu entwickeln. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch. Es geht darum einen Rahmen für Kinder zu schaffen, in dem sie sich ausprobieren können und dabei weder eigene, noch die Grenzen anderer zu überschreiten, sondern diese zu wahren. Dieser Bereich der Erziehung benötigt viel Fingerspitzengefühl und vor allem einen natürlichen Umgang…                                              

Edith Dehner Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien

 

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