Neulich in der S-Bahn: Zum Thema Smartphone & Co

Als ich neulich mit der S-Bahn von Grafing nach München unterwegs war, beobachtete ich eine Mutter mit ihrem ca. einjährigen Kind.

Das Kind suchte Blickkontakt zu Menschen in der Bahn. Die junge Frau bekam in diesem Moment nicht mit, dass ihr Kind auf Suche nach Resonanz war, denn ihre ungeteilte Aufmerksamkeit ging an ihr Smartphone.

Da ich sehr viel unterwegs bin, beobachte ich solche Situationen öfters. Gäbe es doch in der S-Bahn so viel zu entdecken und erleben für das Kind. Die Fahrt könnte ein kleines Abenteuer und eine Entdeckungsreise sein. Es könnte spielend die Welt entdecken und sogar neue Wörter lernen.

So großartig und vereinfachend ein Smartphone sein kann, so empfand ich es in dieser Situation eher als Fluch, anstatt als Segen.

Gerade in unserer Gesellschaft, in der die Zeit Mangelware geworden ist.

Wäre es nicht für alle Beteiligten, in dem Fall für die Mutter und Kind eine schönere, innigere und intensivere Zeit, bliebe das Smart-Phone in der Tasche und die Beiden würden die Fahrt gemeinsam erleben. Natürlich weiß ich nicht, ob diese Situation eine Ausnahme war, was vorher geschah, etc.

Dennoch geht aus meiner Sicht an dieser Stelle ein Stück wertvoller Interaktionszeit zwischen dem Elternteil und dem Kind verloren, was doch sehr schade ist, oder?

Edith Dehner ( Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien )

 

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