Zukunft. Von Anfang an.

G620-100510-kola-Logo-Kinderleicht 10%ZUKUNFT. Von Anfang an. 

 

Dass Angehörige unter der Erkrankung von betroffenen Familienmitgliedern leiden, ist mittlerweile im Hilfesystem für Menschen mit Sucht- oder psychischen Erkrankungen angekommen. Es gibt Beratungsangebote, Selbsthilfe-Gruppen, Möglichkeiten über Online-Plattformen, etc. für Eltern, Tanten, Onkeln, Großeltern – eben für alle, die es betrifft. Wirklich?

2,65 Millionen Kinder sind in der Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel mindestens einmal in ihrem Leben damit konfrontiert, dass ein Elternteil Alkohol wenigstens missbräuchlich trinkt. Wenn man bedenkt, dass es rund 15 Millionen Minderjährige in Deutschland gibt, ist das gar keine so kleine Zahl. Vor allem, wenn man noch die Kinder von drogenabhängigen Eltern (ca. 50.000) und aus Familien mit psychischen Erkrankungen (ca. 3,8 Millionen) addiert. Das bedeutet, dass in einer Schulklasse etwa 3 Kinder von der Erkrankung ihrer Eltern betroffen sind. Oder dass in jedem zehnten Haus ein Kind wohnt, das zumindest vorübergehend eine solche Situation erlebt.

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Demgegenüber steht, dass nur etwa 15% der Einrichtungen des jeweiligen Hilfesystems spezielle Angebote für die betroffenen Kinder haben.Allgemeine Präventionsangebote oder Möglichkeiten für erwachsene Angehörige gibt es meistens, aber warum nicht direkt bei der Risikogruppe ansetzen, die viele Voraussetzungen mitbringt, um später selbst zu erkranken?!

Besonders deshalb, weil ohne Hilfsangebote nur etwa ein Drittel der Kinder aus Familien mit Sucht- oder psychischer Belastung gesund erwachsen wird.

Aber warum ist das wichtig? Kinder kriegen es doch eh nicht mit, wenn die Eltern heimlich trinken? Oder wenn die Eltern zwar Depressionen haben, aber funktionieren, wenn das Kind da ist?

 

Kinder kriegen immer mit, wenn etwas nicht stimmt.G620-100510-kola-Logo-Kinderleicht 10%

Sie machen sich dann oft ihren
eigenen Reim darauf, was los ist, fühlen sich verantwortlich und versuchen, es „wieder gut“ zu machen. Auch Kinder, die wissen, von welcher Erkrankung die Eltern betroffen sind, erleben Einiges: Sie müssen sich oft von den Eltern trennen (z.B. wenn diese im Krankenhaus sind), sie erleben oft finanzielle Not, sie haben manchmal ambivalente Gefühle gegenüber ihren Eltern, sie übernehmen verantwortungsvolle Rollen, um zu helfen, ….

Man muss Zahlen und Statistiken nicht immer hinnehmen und kann durchaus versuchen, die betreffenden Kinder in ihrer Gesundheit zu stärken und den Anteil der zukünftig gesunden Erwachsenen so zu erhöhen. Wir machen das mit unserem Projekt Kinderleicht. Es ist ein Projekt, das sensibilisiert, betroffene Kinder und Eltern stärkt oder Fachkräfte informiert und berät.

Und genau deshalb sind professionelle Hilfen nötig – damit Kinder gesund aufwachsen können. Eben: Zukunft. Von Anfang an.

 

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